Wir möchten euch einige der Menschen vorstellen, die Leben ins Schloss Chillon bringen. Ein etwas schräger, leicht herber Blick hinter die Kulissen der Burg am Genfersee. Auf geht’s!

Jessica an der Kasse im Schloss Chillon
Eine Freundin und frühere Arbeitskollegin hat die Stellenanzeige gesehen und mir geschickt mit den Worten «Das klingt ganz nach dir». Nachdem ich schon beim Montreux Jazz Festival und im Museum Chaplin’s World gearbeitet habe… war das Schloss der logische nächste Schritt…
Ich weiss nicht, ob man von Alltag sprechen kann. Für den Ticketverkauf zuständig zu sein, ist wie mit mehreren Bällen gleichzeitig zu jonglieren und ich liebe das! Meine Arbeit besteht aus zwei wichtigen Facetten, die jeden Tag einzigartig und spannend machen.
Auf der einen Seite bin ich direkt an der Front mit dem Team. Ihr könnt euch mich wie eine Art Superheldin des Kundendiensts vorstellen, immer bereit, zur Hilfe zu eilen, um Probleme zu lösen. Sei es eine schnelle Lösung für einen unzufriedenen Kunden oder um meine Kollegen bei einem stressigen Moment zu unterstützen: Mein Ziel ist es, allen unseren Besuchern eine reibungslose und angenehme Erfahrung zu garantieren…
Auf der anderen Seite bin ich die Pilotin hinter den Kulissen. Dazu gehört die ganze Einsatzplanung und Organisation des Personals, wo ich sicherstelle, dass wir genügend Personen haben, um den Anforderungen gerecht zu werden, die ganz unterschiedlich sind. Ich kümmere mich auch um die finanzielle Seite, verfolge die Einnahmen und die Rechnungen, das heisst, ich schaue mit Adleraugen auf die Geldeinnahmen und Ausgaben, um sicher zu sein, dass alles in Ordnung ist. Und dann gibt es noch die Ticketpartnerschaften: verhandeln, Kontakte pflegen und fruchtvolle Zusammenarbeiten entwickeln, die zur Strahlkraft des Schlosses beitragen.

Eingangsbrücke und Kasse von Chillon
Nach diesem Sommer, kann ich dir sicher mehr erzählen 😉 aber ich habe trotzdem eine schöne Anekdote. Die interne Nummer der Kasse ist 911… ich wollte sie anrufen, aber im Eifer des Gefechts habe ich von meinem Handy aus angerufen und bin bei der Polizei gelandet!
Für mich wäre es ideal, wenn ein Ticket Ästhetik mit Nützlichkeit verbindet. Ein schönes Ticket zieht das Auge an, schafft vom ersten Moment an eine angenehme Erfahrung und kann den Kunden sogar als Souvenir dienen. Dennoch ist es äusserst wichtig, dass es praktisch ist – einfach zu verstehen und informativ. Das ideale Ticket kombiniert also das Beste beider Welten: die Schönheit und die Funktionalität.
Gleichmässigere Besucherzahlen über das ganze Jahr hinweg… mehr Besucher im Winter und etwas weniger in den Sommermonaten 😉 …
Die nächste Person, die sich der Herausforderung stellt, ist Philia, verantwortlich für das Personalwesen.
Die Geschichte dieses Gebäudes geht auf das goldene Zeitalter des Tourismus in der Schweiz zurück, als Familien aus gehobenen Gesellschaftsschichten im Waadtländischen Montreux, am Ufer des Genfersees, für eine Weile ihre Zelte aufschlugen.