
Plakat der historischen Ausstellung: Ein Schloss sezieren/einrichten. Objekt : © Musée cantonal d’archéologie et d’histoire, Lausanne / Fotograf: Mathieu Bernard-Reymond
Bei den Ausgrabungen, die von Ende des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts stattfinden, kommen im Schloss zahlreiche Schätze aus dem Mittelalter – und sogar noch ältere – ans Tageslicht. Eine beeindruckende Anzahl von Überresten wird gefunden und aufbewahrt. Diesen historischen Fragmenten fehlt es aber manchmal an Inhalt und Kontext, um über die Museumsvitrine hinaus vom Leben in Chillon zu erzählen.
Was könnte also besser Abhilfe schaffen, als Möbelstücke von früher – oder was man sich darunter vorstellt… – zu kaufen, um dem Schloss mittelalterliches Leben einzuhauchen? Die Säle werden gefüllt – mehr als vernünftig ist –, um die Fantasie des Publikums anzukurbeln. Echte oder aus alten Teilen zusammengesetzte Möbel, offizielle Kopien, komplette Neuschaffungen: schwierig, echt von falsch zu unterscheiden – aber wenigstens steht Chillon nicht leer.